Liebe Betroffene der dissoziativen Identitätsstruktur!
Um die Kommunikation zwischen Betroffenen mit dissoziativer Identitätsstruktur zu erleichtern existiert autonom seit September 2020 der DIScord-Chat als Kommunikationsplattform.
Es ist dort möglich klassisch zu chatten und über Audio-Kanäle miteinander zu sprechen. Man kann gemeinsam etwas spielen oder an Workshops teilnehmen.
Informationen:
Der DIScord-Server ist ausschließlich für Betroffene über 18 Jahre mit der gesicherten Diagnose (partieller) dissoziativer Identitätsstörung. Falls noch eine Verdachtsdiagnose besteht, bitte erst den Diagnostikprozess durchlaufen und dann gerne hier nochmal anklopfen!
Wir haben dort regelmäßige Workshops. Einen Einblick findest du hier: Workshops für Betroffene der (p)DIS.
Chats werden nicht auf Dauer gespeichert und je nach Kanal nach Nachrichtenanzahl oder Zeit automatisch gelöscht. Auch vollkommen anonyme Fragen sind möglich. Ich habe mit meinem Moderatoren-Team wertvolle Unterstützung zur transparenten Moderation.
Ein "Discord-Server" ist ein kostenloses Medium, um miteinander zu chatten.
Um teilzunehmen, wird ein Account bei Discord benötigt.
Einladung um dem Server beizutreten: https://discord.gg/nS6p2u2
Weitere Informationen:https://www.klicksafe.de/news/was-eltern-ueber-discord-wissen-muessen
Was ist Discord?
Chats wie man sie von früher kennt – eine Website, die man öffnet, um per Text mit anderen Menschen zu kommunizieren – sind heute selten.
Discord wurde ursprünglich als Ersatz für Teamspeak (Software zur Kommunikation bei Computerspielen) geschaffen. Der Vorteil: kostenlos, keine Serververwaltung nötig.
Nachteil: Man bezahlt mit seinen persönlichen Daten. Chats, private Nachrichten & Co. können theoretisch vom Betreiber mitgelesen werden. Wie bei *allen* "kostenlosen" Big Tech Diensten.
Discord und Datenschutz
Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist aber vor allem die unreflektierte Nutzung von Discord bedenklich. Dies liegt daran, dass die „Datenschutzbestimmungen“ von Discord in keiner Weise den hiesigen Datenschutzanforderungen – insbesondere der Datenschutzgrund- verordnung (DSGVO) – entsprechen.
Das Unternehmen und seine Server befinden sich in den USA, bei der Nutzung wird also eingewilligt, dass die eigenen Daten dort verarbeitet und weitergegeben werden.
Die Nachrichten, die über Discord verschickt werden, sind außerdem nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt, was mittlerweile selbst bei den meisten gängigen Messengerdiensten (z.B. WhatsApp) gewährleistet ist.
Das bedeutet, dass Nachrichten dem Unternehmen offenliegen und nicht zusätzlich vor Angriffen von außen geschützt sind.
Welche Daten gesammelt, verarbeitet und weitergegeben werden, hat Discord recht übersichtlich und in verständlicher Sprache zusammengefasst: https://discordapp.com/privacy (= alle personenbezogenen Daten bzw. jeder Inhalt in jeder Form wird gesammelt)
Besonders betont werden muss, dass sich Discord durch die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen ausdrücklich das Recht einräumt, die Informationen aus Direktnachrichten oder versandten Bildern und Sprachchats mitzuverfolgen und abzuspeichern.
Quelle: https://fjmk.de/veroeffentlichungen/handreichung-discord-in-der-kinder-und-jugendarbeit/
Discord kann im Browser oder per App genutzt werden: discord.com
Warum habe ich das Projekt gestartet?
Mir fehlt eine Echtzeit-Kommunikationsplattform für Betroffene, die ordentlich betreut und wohlwollend moderiert wird. Viele finden keine passenden Gruppen oder Foren.
Ich sah hier eine Versorgungslücke, die ich mit DIScord gut schließen kann.

Feedback von Mitgliedern meines DIScord-Servers:





Und hier der Einladungslink: https://discord.gg/nS6p2u2
Liebe Grüße und auf eine gute Kommunikation!
Linehme





